Route Granfondo

Ein Abenteuer: mit dem Granfondo zu einigen der schönsten Ecken der ligurischen Riviera mit den Schwerpunkten Kultur, Geschichte und Gastronomie

OPENRUNNER

Das San Remo – San Remo “Classicissima” ist genau das richtige Rennen, um die Schritte der großen Champions von sowohl damals, als auch heute zurückzuverfolgen, ein Granfondo, das sich durch die Straßen der schönsten Orte in der Provinz Imperia schlängelt.

Der Route Granfondo startet in Piazzale Cesare Battisti in San Remo, unweit des Meeres, und die ersten Kilometer des Rennens führen nach Westen, wo Sie über Ospedaletti fahren, bis Sie Bordighera erreichen.

Das bekannte Ziel für Touristen an der ligurischen Riviera (neben San Remo), Bordighera, war ursprünglich ein Fischerdorf und ist auch als die Stadt der Palmen bekannt. Im 19. Jahrhundert stieg seine Bekanntheit dank der von englischen Aristokraten neu entdeckten Begeisterung für Reisen, sie bevorzugten es als Ort für ihren Urlaub. Das herrliche Klima und die atemberaubende Aussicht verführten sogar den Adel jenseits des Armelkanals.

Dann führt die Route bis zur französischen Grenze, bis Sie in der Stadt Camporosso ankommen, eine kleine Gemeinde, die sich bis in die weite Talebene des Flusses Nervia erstreckt, welcher dem Tal seinen Namen gibt. Mit einem leichten Anstieg erreichen Sie Dolceacqua, eines der “schönsten Dörfer in Italien”, ausgezeichnet mit der orangenen Flagge.

Dolceacqua ist die ligurische Stadt im Landesinneren, die den impressionistischen Maler Monet begeisterte. Der Künstler hat sie tatsächlich in seinen Bildern abgebildet, indem er ihre charakteristischen Brücken und einzigartigen Bögen darstellte. Das Val Nervia ist auch für die außergewöhnliche Qualität seines Rossese D.O.C. Weins bekannt, welcher an Weinbergen produziert und auf für Ligurien typischen Terrassen kultiviert wird, die man an den Hügeln findet, die Dolceacqua umgeben. Wenn Sie über die Wege dieser Landschaft reisen, müssen Sie das typische Michette probieren, eine Süßigkeit mit alter und kurioser Geschichte….

Der Granfondo Route führt weiter entlang des Tals und nähert sich Isolabona, mit seinem eleganten, historischen Stadtkern, umgeben von Olivenhainen, die das Grün zwischen Fluss und Himmel fügen. Wenn Sie weiter in die Pedale treten, kommen Sie nach Apricale, einem mittelalterlichen Dorf, welches ebenfalls die orangene Flagge erhalten hat, an der Spitze eines schwierigen Gipfels. Sie ist eine kleine Stadt mit einer einzigartigen Atmosphäre, bekannt für die Burg Lucertola, und für das exzellente, extrareine Olivenöl, das aus regionalen Oliven produziert wird. Diejenigen, die Süßes mögen, dürfen nicht vergessen, Pansarole zu probieren, süßes Schmalzgebackenes, das unbedingt mit heißer Zabaione Creme (einer lokalen Spezialität) gegessen werden muss. Im Sommer werden die Straßen und Plätze von Apricale zu einer belebten Bühne unter freiem Himmel mit Aufführungen des Teatro della Tosse.

Sie fahren weiter, immer noch bergauf, und kommen nach Bajardo, am Höhepunkt des Val Nervia, hinter dem die Spitzen der majestätischen Krone der maritimen Alpen zu sehen sind. Gelegen in einer Höhe von 900 Metern und umgeben von Olivenbäumen, Kastanienbäumen und Weinreben, bietet die Stadt enge, sich schlängelnde Straßen und uralte Steinhäuser.

Ab Da Bajardo geht es weiter auf der Landstraße 54, welche durch das Dorf Vignai führt, bis man Argallo (eine Stadtteil von Badalucco) erreicht und sich im Herzen der Valle Argentina wiederfindet. Badalucco ist ein typisches mittelalterliches Dorf auf 179 Metern Höhe, bekannt für seine Herstellung von extrareinem Olivenöl, welches unter den Meistnachgefragten des ligurischen Mittelmeeres ist. Eines der typischen Gerichte dieser Gegend wird aus getrocknetem Stockfisch zu “a Baucogna” zubereitet, ein vorzügliches, geheimes Rezept, welches von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Am dritten Wochenende im September wird dieses traditionelle Gericht in riesigen Töpfen gekocht, um während des berühmten “Festival des Stockfisches” die Großzügigkeit zu feiern.

Sie folgen dem Fluss Argentina bis zu seiner Quelle und fahren nach Taggia, Gemeinde der Häfen im Tal, welche einen historischen Stadtkern und die schöne Küste von Arma di Taggia bietet, mit zwei Sandstränden, die 2017 mit der Blauen Flagge ausgezeichnet wurden.

Das historische Zentrum von Taggia ist das Zweitwichtigste in Ligurien nach dem in Genua. Es lohnt sich, die vielen Kirchen zu besuchen, besonders das Kloster der dominikanischen Väter, das eine bemerkenswerte Geschichte hat und von künstlerischem Interesse ist. Einprägsame Spezialitäten der Region schließen die Taggia Canestrelli mit ein, fantastische Kränze und knuspriges Gebäck, gesalzen und perfekt für einen Snack oder als Ersatz für Brot, und es enthält offensichtlich als eine der Hauptzutaten das extrareine Olivenöl aus der Region.

Die Strecke des Mediofondo führt Richtung San Remo, während der Granfondo auf der Aurelia Bundesstraße fortführt, dieses Mal in östliche Richtung, und erreicht erst Riva Ligure und dann Santo Stefano al Mare, zwei historische Fischerdörfer mit langen Strecken an der Strandpromenade.

Folgt man für einige Kilometer der Aurelia, läuft man in San Lorenzo al Mare ein, eine weitere typisch ligurische Stadt, die in einen hügeligen Bereich und ein küstennahes Areal geteilt ist, welches sich um den Rio San Lorenzo erstreckt.

Was es dort in Angriff zu nehmen gilt, ist einer der legendären Anstiege des Milan – San Remo:  “La Cipressa”, welches seinen Namen von der bezaubernden Stadt hat, die das Bild der Küste von Oben dominiert. Cipresse hat einen gut erhaltenen historischen Stadtkern, der die malerischen Ecken zeigt, die einen Rahmen für eine Stadt stellen, in der die Kultivierung von Oliven das mehrfach ausgezeichnete extrareine Olivenöl hervorbringt.

Dann fahren Sie hinunter entlang der Küste, bis Sie wieder Santo Stefano al Mare erreichen und unmittelbar wieder hinauf Richtung Terzorio fahren, eines der vielen wunderschönen, alten Dörfer, die entlang des Meeres an den Hängen verstreut sind. Nun fahren Sie weiter in das kleine Zentrum von Pompeiana, das reich an sakraler Architektur ist, die über die Jahrhunderte erhalten wurde. An diesem Punkt ist das Ziel nicht mehr weit, aber vorher müssen Sie erst wieder Castellaro erreichen, von wo aus man die Taggia Ebene überblickt.

Ab jetzt sind nur noch wenige Kilometer zu fahren, bis man die Ziellinie erreicht. Die Radfahrer kommen zurück auf die Aurelia, durchqueren Arma di Taggia und fahren in Richtung der letzten Hürde, der Legende des Classicissima: der Poggio di Sanremo.

Nach wenigen Kurven zeichnet sich der Bezirk Poggio ab, um die anstrengenden vorangegangenen Leistungen zu belohnen. Nach dieser langen Fahrt durch einige der ansprechendsten Ecken des westlichen Ligurien dürfen Sie ein Glas frischen Vermentino’s und ein Stück warmer Sardenaira nicht verpassen, die bekanntesten Spezialitäten von San Remo !

Zeitplan

Mediofondo – 85 km Granfondo – 118 km
Sanremo piazza Cesare Battisti
Bordighera
Camporosso
Dolceacqua
Isolabona
Apricale
Baiardo
Vignai
Badalucco
Taggia
Arma di Taggia
Poggio di Sanremo
Sanremo piazza Cesare Battisti
Bordighera
Camporosso
Dolceacqua
Isolabona
Apricale
Baiardo
Vignai
Badalucco
Taggia
Arma di Taggia
Riva Ligure
Santo Stefano al Mare
San Lorenzo al Mare
Cipressa
Santo Stefano al Mare
Terzorio
Pompeiana
Castellaro
Arma di Taggia
Poggio di Sanremo